Stadthalle Reutlingen

Neubau einer Stadthalle auf dem Bruderhausgelände in Reutlingen

Wettbewerb 2006

1. BA
Bruttogeschossfläche: 12.722 m2
Bruttorauminhalt: 89.221 m3
Nettobaukosten (ohne MwSt.)
Stadthalle (2 Säle): 25.970.000 Euro
Tiefgarage (300 Stellplätze): 8.000.000 Euro
Außenanlagen: 4.800.000 Euro

In Überwindung der Grenzen zwischen Hochbau und Landschaft setzt dieser Entwurf auf ein größeres Ganzes, das maximale Unterschiede auf einer Skala verbindet.

Die Säle der Stadthalle erwachsen aus einem landschaftlich gestalteten Sockel, der zugleich als Lärmschutzwall dient. Die Höhe des Sockels entspricht dem Niveau der beiden bestehenden Fußgängerbrücken, über die nun eine barrierefreie Anbindung an die Flächen südlich der Konrad-Adenauer-Straße sichergestellt ist. Besonders reizvoll an dieser Lösung ist die enge Verknüpfung des primär als Freifläche wahrgenommenen Bruderhausgeländes mit den bestehenden Grünanlagen Volkspark und Pomologie.

Durch den Abbruch der Fußgängerbrücke über der südlichen Zufahrt zum Busbahnhof ergibt sich eine unmittelbare Sicht- und Wegebeziehung zum Tübinger Tor. Anstelle des Flächen verzehrenden Aufgangs vor dem Tübinger Tor entsteht ein kleiner Platz, der Übersicht schafft. Von der Katharinenstraße kommend eröffnet sich der Blick hinweg über die mit Rhododendreninseln gestaltete Freifläche zur Stadthalle und zum Krankenhäusle. Zunächst schnürt die Echaz den weiteren Weg ein, bevor er sich zum Forum langsam wieder öffnet.

Bei der Gestaltung des Forums wurde zugunsten der gewünschten Multifunktionalität auf eine feste Bestuhlung verzichtet. Die unmittelbar umgebende Topografie ist so ausgelegt, dass sie bei größeren Veranstaltungen als Tribünenfläche hinzugezogen werden kann. Das Forum dient zugleich der Erschließung der Stadthalle, die man über ein herausgelöstes Eingangsbauwerk betritt. Neben dem Foyer der Stadthalle erreicht man hierüber die Tiefgarage, wie die obere Ebene, deren Cafe über einen direkten Austritt auf die Dachlandschaft der Stadthalle verfügt.

Die Oberfläche der Dachlandschaft besteht aus begehbaren Gitterrosten, die mit Abstand über einer extensiven Dachbegrünung angebracht sind. Je nach Benutzung, Neigung und Himmelsrichtung wachsen Magerpflanzen durch die Gitterrostebene. Runde Öffnungen perforieren das als Hängetragwerk konstruierte Dach zur Belichtung des darunter liegenden Foyers. Die Entlüftung des Foyers wie der Säle erfolgt über die aufgedoppelten Wände der Säle, sodass der Dachaufbau entsprechend des vorgeschlagenen Hängetragwerks verhältnismäßig dünn ausfallen kann. Die auf der Außenseite vollflächig mit hinterleuchtetem Glas verkleideten Säle zeichnen sich am Abend durch die perforierte Außenhaut in kontrastierender Orthogonalität nach außen ab.

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