Wohnbebauung Adlerstraße Ost, Wernau – Los 3

Neubau eines Ensembles aus drei Geschosswohnungsbauten

Ein Projekt in Arbeitsgemeinschaft mit:

Schenker Salvi Weber ZT, Wien
Frank Roser Landschaftsarchitekten
HKPE Hofkammer Projektentwicklung GmbH

Investoren- und Planungswettbewerb 2020
3. Preis

1 1-Zimmer-Wohnungen ( 2 %)
20 2-Zimmer-Wohnungen (48 %)
17 3-Zimmer-Wohnungen (40 %)
4 4-Zimmer-Wohnungen (10 %)
42 Wohnungen gesamt

Durch die Reduktion der Baukörper kann die einengende Situation entschärft und ein großzügiger Raum für die Gemeinschaft geschaffen werden. Vom Hof aus ergeben sich Ausblicke in die Weite der umgebenden Landschaft, sodass in Verbindung mit der klaren räumlichen Konfiguration ein reizvoller Ort mit Aufenthaltsqualität entsteht.

AUSSENRAUM
Neben dem zentralen Hofbereich sind die südlichen und östlichen Gartenflächen gemeinschaftlich nutzbar. Aufgrund der Randlage zur freien Landschaft sind die östlichen Gartenflächen besonders attraktiv. Alle weiteren Gartenflächen sind Erdgeschosswohnungen zugeordnet. Diese erhalten eine Umfriedung durch Heckenstrukturen von max. 1,2 Meter Höhe. Wo sich aufgrund der geringen Abstände keine Gärten anbieten, werden die Hecken in einer größeren Breite ausgeführt, um den Wohnflächen die nötige Privatsphäre zu geben.

WEGEFÜHRUNG
Alle Erschließungskerne der Wohngebäude werden über den Hof großzügig erschlossen. Hierdurch wird die Kommunikation unter den Bewohnern gefördert. Die südlichen Eingänge sind durchgesteckt. Die Tiefgarageneinfahrt erfolgt topografisch sinnvoll von Süden, wodurch sich die Rampenlänge verkürzt.

AKTIVES ERDGESCHOSS
Neben dem zentralen Hof bietet ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss ein zusätzliches Angebot für eine aktiv gelebte Nachbarschaft. Die Adresse am Kreisverkehr wird mit einem Co-Working-Space belegt. Hierbei wird das Sockelgeschoss einbezogen, sodass eine attraktive Größenordnung entsteht.

FLEXIBLER WOHNUNGSMIX DURCH SCHALTZIMMER
Der gewünschte Wohnungsmix wird durch ein Schaltzimmer pro Geschoss, sowie die Zusammenschaltbarkeit von Wohnungen erreicht. Die smarten Grundrisse bieten trotz der Beschränkung auf wenige Grundrissvarianten Flexibilität um auf veränderte Bedürfnisse während der Planungsphase reagieren zu können.

KOMPAKTE ABER SMARTE WOHNUNGSTYPOLOGIE
Die Wohnungen sind trotz der wirtschaftlichen Größen durch die Bündelung von Wohn-, Ess- und Kochbereiche sowie der Reduktion von reinen Gangflächen großzügig geschnitten. Alle Wohnräume sind zweiseitig orientiert, bieten Ausblicke in mehrere Richtungen und die Möglichkeit zum Querlüften.

ERSCHEINUNGSBILD & MATERIALITÄT
Die Baukörper sind ruhig und einheitlich gestaltet. Die vertikalen Einrahmungen der Öffnungen zeichnen einen subtilen Wechsel zu den Fliesen der Fassade. Die Eckbalkone bilden jeweils den Abschluss der Volumen. Dünne Deckenplatten und offene Geländer generieren ein leichtes, transparentes Erscheinungsbild. Französische Balkone bieten allen eine bessere Aussicht.

NACHHALTIGKEIT / ÖKOLOGIE & WIRTSCHAFTLICHKEIT
Die Reduktion auf wenige Grundrissvarianten von kompakten Wohnungen mit vergleichsweise geringer Wohnfläche ermöglicht eine wirtschaftliche Herstellung. Die Nasszellen werden gebündelt und ein ausgewogener Verglasungsanteil angestrebt. Die Dachflächen werden mit einem begrünten Dach zur Regenwasserrückhaltung und zur Verbesserung des Mikroklimas ausgeführt. Auf eine soziale Nachhaltigkeit wird großen Wert gelegt. Die kompakte Gebäudetypologie mit Drei- bzw. Vierspännern, die klar gegliederte, gut nutzbare Tiefgarage und die funktionalen Kellerräume stehen für hohe Wirtschaftlichkeit und erlauben dadurch eine wertige Ausführung.

Der Energiestandard der Gebäude erfüllt die Anforderungen des KfW Effizienzhaus 55.
In dieser Effizienzklasse steht der Baumaterial- und damit verbundene Herstellungs- und Transportaufwand (noch) im Ressourcen-Nutzen optimierten Verhältnis zueinander.
Um auch die CO2-Bilanz im Betrieb der Gebäude zu verbessern und die laufenden Bewirtschaftungskosten zu reduzieren, wurde bewusst auf wartungs- und ressourcenintensive Gebäudetechnik und Kompositmaterialien verzichtet. Vielmehr wird bei der Gebäudehülle auf nachhaltige, regionale und CO2-speichernde Baustoffe gesetzt.

Rein auf die Erstellung eines Gebäudes bezogen kann beim Bauen keine CO2-Neutralität erreicht werden. Daher schaffen wir nach unserer eigenen Philosophie für jedes unseren Bauvorhaben einen aktiven und nachhaltigen CO2 Ausgleich:
Für jede erstellte Wohnung pflanzen wir in heimischen Wäldern 100 neue Bäume.
Diese Bäume bleiben dann garantiert für die rechnerische Lebensdauer des erstellten Gebäudes (mindestens 60 Jahre) als aktiver CO2 Speicher für die kommende Generation erhalten.

WOHNUNGSSCHLÜSSEL
Der gewünschte Wohnungsmix wird durch mehrere Schaltzimmer pro Geschoss für maximale Flexibilität des Wohnungsschlüssels während der Planungsphase erreicht.

Architektur


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