Quartier über der Fils, Wernau

Entwicklung eines Wohnquartiers als nördliche Stadterweiterung der Gemeinde Wernau

Landschaftsarchitektur:
silands landschaftsarchitektur

Wettbewerb 2016
2. Preis

Bruttobauland 84.550 qm
Nettobauland 55.252 qm
Wohneinheiten 345
GRZ 0,29
GFZ 0,78

Der Entwurf ergänzt das bestehende Siedlungsgefüge und rundet dieses kompakt gegenüber dem umgebenden Landschaftsraum ab. Als zentrales Element wird an der Schnittstelle von Plangebiet und Bestand, eine Grünzug entlang der Adlerstraße vorgeschlagen. Er versteht sich als Angebot für die Bewohner des neuen und des bestehenden Quartiers. Darüber hinaus verlaufen hier übergeordnete Fußwege des Siedlungsraums Filsmündung, die häufig von Spaziergängern und Wanderern genutzt werden. So vermittelt der Grünzug nicht nur zwischen den beiden Wohngebieten, sondern auch zwischen Wernau und den Orten nördlich der Fils.

Das neue Quartier entwickelt sich vom Grünzug ausgehend mit 3-4 geschossigen Mehrfamilienhäusern zum Siedlungsrand mit zweigeschossigen Eigenheimen. Die Bebauung gruppiert sich dabei jeweils um Gartenhöfe, wodurch Nachbarschaften formuliert werden. Die Gartenhöfe unterscheiden sich in Größe, Proportion und im Besatz mit diversen Wohntypologien zugunsten einer klaren Adress- und Identitätsbildung. Jenseits der verlängerten Uhlandstraße wird eine niedriggeschossige Randbebauung ausgebildet, sodass sich unter Einbeziehung der abfallenden Topografie, auch aus der Mitte des Quartiers, Ausblicke in die weiträumige Landschaft ergeben. Lediglich punktuell erhöht sich die Geschossigkeit am Rand zur Hervorhebung von Torsituationen, vor allem beim Grünzug, aber auch an der nordöstlichen Randstraße, sowie beim Anschluss an die bestehende Bebauung.

An diesen Standorten ergänzen Geschosswohnungsbauten das Eigenheimspektrum von Reihen- Doppel- und freistehenden Einfamilienhäusern. Darüber hinaus flankieren Geschosswohnungsbauten das Hauptbaufeld auf der Südseite entlang der nordöstlichen Randstraße und auf der Westseite entlang des Grünzugs. Hierdurch ergibt sich eine nahezu gleichmäßige Verteilung bzw. Durchmischung aller Typologien. Beabsichtigt ist eine kubische Architektur mit extensiv begrünten Dächern, deren Fassaden von großzügigen Loggien und Fensteröffnungen gegliedert werden.

Der Entwurf berücksichtigt die Teilung in 2 Bauabschnitte und die dafür vorgesehene Grenzziehung. Der erste Bauabschnitt folgt den Vorgaben aus der Entwässerungsplanung und sieht daher eine Fortentwicklung der Neubautätigkeit von Süden nach Norden vor. Zu Beginn des zweiten Bauabschnitts erfolgt der Ringschluss der Uhlandstraße, wodurch eine unabhängige Entwicklung des weiteren Baulands möglich ist.

Die Erschließung des neuen Quartiers erfolgt für den motorisierten Individualverkehr über den bestehenden Kreisverkehr und die als Ring fortgeführte Uhlandstraße. Von hier aus verteilt sich der Verkehr in die einzelnen Wohnwege. Die Wohnwege sind mit Wendemöglichkeiten für PKW als Sackgassen ausgebildet. Müll- und Rettungsfahrzeuge durchfahren den Grünzug und erhalten eine Anbindung an die Adlerstraße. Die Fuß-und Raderschließung des Quartiers erfolgt über den Grünzug in die Wohnwege hinein.

Aufgrund seiner Erschließungsfunktion ist der Grünzug licht und übersichtlich gestaltet. An den Tagesrandzeiten sorgt eine gleichmäßige Beleuchtung im Sinne des Gender Mainstreaming zur Vermeidung von Angsträumen. Am Süd- und Nordende des Grünzugs befindet sich jeweils ein Platz mit unterschiedlicher Widmung. Der Platz am Nordende lädt mit Bänken zum Verweilen ein und gewährt über seine Position am Siedlungsrand einen weiten Blick über das Filstal. Der südliche Platz übernimmt eine wichtige Funktion im alltäglichen Quartiersleben. An der Schnittstelle von Adlerstraße, nordöstlicher Randstraße, Königsberger Straße und Bushaltestelle bespielt ein Café den Platz als öffentlichsten Ort des Quartiers.

Städtebau


Wohnquartier Bergäcker, Nürtingen

Wohnen am Auenpark, Selm

Der andere Park, Heidelberg

Neuer Stadtteil Dietenbach, Freiburg

2. BA Freiham-Nord, München

Südlich Hildener Straße, Düsseldorf

Im Kandergrund, Binzen

Neuordnung der Illenauwiesen, Achern

Hechtsheimer Höhe, Mainz

Albachten-Ost, Münster

Vogelsanger Weg, Düsseldorf

Quartier Moldrickx, Münster

Campus Geisenheim

Schumacher Quartier, Berlin

Hinter der Böck, Düsseldorf

Altstadtquartier Büchel, Aachen

Wiesbadenbrücke-HavinInsel, Wilhelmshaven

Heiligkreuzareal, Mainz

Nordsteimke/Hehlingen, Wolfsburg

Campus Süd, München

Mackensen Kaserne, Hildesheim

Quelleareal, Steinen

Entwicklung Stellingen, Hamburg

Verbindung MARTa – Innenstadt, Herford

Ortsmitte Litzelstetten, Konstanz

Campus Hochschule RheinMain, Wiesbaden

Nachverdichtung Josefsviertel, Moers

Ehemalige Bayernkaserne, München

Haagen-Belist, Lörrach

Bierstadt-Nord, Wiesbaden

Güterbahnhof Nord Baufeld A2, Freiburg

Wohnen an den Buckower Feldern, Berlin-Neukölln

IWZ FH Köln

Orschel-Hagen-Süd, Reutlingen

Güterbahnhof Tübingen

Kreativquartier, München

Meckmannweg / Schwarzer Kamp, Münster

Westliche Innenstadt, Herrenberg

Stadteingang Parksiedlung, Ostfildern

Olga-Areal, Stuttgart

Nordweststadt, Frankfurt am Main

Ortserweiterung Kirchheim b. München

Mercatorquartier, Duisburg

Traun Mitte, Österreich

Stadtoval, Aalen

Kobelcenter-Süd III. BA, Augsburg

Hannover 2020+

Prinz Eugen Quartier, München

Büchenbach-West, Erlangen

Luisenblock Ost, Berlin Mitte