Westliche Innenstadt, Herrenberg

Neuordnung innerstädtischer und innenstadtnaher Bereiche am Rande der Herrenberger Altstadt

Landschaftsarchitektur:
Johannes Böttger Büro Urbane Gestalt

Wettbewerb 2011

Plangebiet 45.000 qm

Durch die Verlagerung großflächiger Nutzungen nördlich und westlich der Herrenberger Altstadt besteht die einmalige Chance zentrale Flächen in einem übergeordneten Zusammenhang zu entwickeln. Mit dem Begriff „Westliche Innenstadt“ orientiert sich die vorgeschlagene Neuordnung des Areals an urbanen Maßstäben. Der unter Aspekten der Nachhaltigkeit ermittelte Flächenbedarf für Wohnungsbau, Einzelhandel und Gewerbe untermauert diese Perspektive. Die urbane Verdichtung erzeugt ein hohes Maß an Nutzungsmischung und ermöglicht das Freihalten weiter Teile des Areals, um die Frischluftzufuhr von Norden zu gewährleisten, aber auch, um dem Bürgerwunsch nach einem Stadtpark Rechnung zu tragen.

Form
Die Stadt-bestimmende Form Herrenbergs ist die parabelartige Altstadtschale. Sie wird durch die Gestaltung ihrer Ränder noch prägnanter herausgearbeitet. Neben diesem baulichen Rückgrat der Stadt, wird mit einem Park entlang des Bahndamms ein grünes Rückgrat konstituiert, das möglichst viele Freiräume nordwestlich der Altstadt miteinander verbindet. So werden dem Bahndammpark das neue Bett des Aischbachs, das umgebaute Volksbankstadion, der Bereich des Jugendhauses sowie der neue Festplatz unmittelbar zugeordnet. Alle weiteren baulichen Maßnahmen ordnen sich dieser Grundstruktur aus Altstadtschale und Bahndammpark unter, bzw. richten sich an ihr aus. Die Neuordnung sieht daher eine Gliederung der Baumassen in mehrere Quartiere von überschaubarer Größe vor. Alle Quartiere verfügen über Blickbeziehungen zur Altstadt. Bei den Quartieren Aischbachstraße, Seeländer und Stadthalle öffnen Plätze den Blick auf die Stiftskirche.

Nutzung
Kern der Innenstadterweiterung ist ein gemischtes Quartier mit großflächigem Einzelhandel und Wohnungen in den Obergeschossen auf dem Seeländerareal. 3 Blöcke mit durchgebauten Erdgeschossen stehen mit ihrer Schmalseite an der Seestraße, wobei der mittlere Block zugunsten eines Platzes zurückspringt. Der Platz dient zur Erschließung der Einzelhandelsflächen und markiert die Einfahrt in eine neue Straße nach Westen. Auf der zur Feuerwehr gewandten Seite stellen 2 Parkhäuser Kundenparkplätze für den großflächigen Einzelhandel zur Verfügung. Zusätzlich decken die Parkhäuser den zeitlich versetzten Stellplatzbedarf der Stadthalle. Die Halle bleibt vollständig erhalten und wird einschließlich ihres vorgelagerten Bereichs baulich in das Konzept integriert. Ein 4. Block mit Gastronomie und kleinteiligem Einzelhandel im Erdgeschoss schließt hinter der alten Turnhalle den baulichen Komplex gegen die Benzstraße ab und formuliert im Zwischenraum zur Stadthalle einen großzügig gestalteten Platz mit vielfältigen Nutzungsoptionen.
Nördlich der Stadthalle wird der Platz durch ein Hotel und ein neues Wohnquartier gefasst. Insgesamt werden 3 relativ gleichgroße Wohnquartiere vorgeschlagen, die je einem anderen Bauabschnitt angehören. Das erste dieser Wohnquartiere soll im Bereich der Aischbachstraße auf den Flächen des südlichen Sportplatzes und Teilflächen des Freibades entstehen. Das Quartier nördlich der Stadthalle ist für den zweiten BA vorgesehen. Der dritte Bauabschnitt nördlich des Stadions stellt eine mittel- bis langfristige Flächenreserve dar.
Für den Bereich des BayWa-Areals zwischen Bahnhof und Nagolder Straße wird ebenfalls eine Staffelung in Bauabschnitten vorgesehen. Die Entwicklung soll hier von Nord-Ost nach Süd-West erfolgen, um den Betrieb des Gartenmarkts zunächst weiter zu ermöglichen. Vorgeschlagen wird ein Bürostandort mit einer öffentlichen inneren Durchwegung von der nördlichen Bahnhofsrampe zum Bahndammpark und einem Hochpunkt zur Adressbildung in den Abmessungen des bestehenden Siloturms. Die Gebäude mit dreieckigen Grundflächen an der Nagolder Straße enthalten Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss.
Südlich der Bahn wird für den Bereich der ehemaligen Bibliothek ein Kino mit Eingang vom ZOB vorgesehen. Entlang der Bahn schließt sich im Blockinnenbereich ein Parkhaus an, welches die umgebenden Wohngebäude vor Bahnlärm schützt. Auf der Südseite flankieren gastronomische Angebote die Achse vom Bahnhof zur Altstadt und prägen damit den neu geschaffenen Dreiecksplatz.

Städtebau


Wohnen am Kappelberg, Fellbach

Zukunftsquartier Hafner, Konstanz

Aalen-Süd / Union-Areal

Ehemalige GFZ-Kaserne, Mainz

Neues Wohnen in Frankfurt-Eschersheim

Wohnquartier Bergäcker, Nürtingen

Wohnen am Auenpark, Selm

Der andere Park, Heidelberg

Neuer Stadtteil Dietenbach, Freiburg

2. BA Freiham-Nord, München

Südlich Hildener Straße, Düsseldorf

Im Kandergrund, Binzen

Neuordnung der Illenauwiesen, Achern

Hechtsheimer Höhe, Mainz

Albachten-Ost, Münster

Vogelsanger Weg, Düsseldorf

Quartier über der Fils, Wernau

Quartier Moldrickx, Münster

Campus Geisenheim

Schumacher Quartier, Berlin

Hinter der Böck, Düsseldorf

Altstadtquartier Büchel, Aachen

Wiesbadenbrücke-HavinInsel, Wilhelmshaven

Heiligkreuzareal, Mainz

Nordsteimke/Hehlingen, Wolfsburg

Campus Süd, München

Mackensen Kaserne, Hildesheim

Quelleareal, Steinen

Entwicklung Stellingen, Hamburg

Verbindung MARTa – Innenstadt, Herford

Ortsmitte Litzelstetten, Konstanz

Campus Hochschule RheinMain, Wiesbaden

Nachverdichtung Josefsviertel, Moers

Ehemalige Bayernkaserne, München

Haagen-Belist, Lörrach

Bierstadt-Nord, Wiesbaden

Güterbahnhof Nord Baufeld A2, Freiburg

Wohnen an den Buckower Feldern, Berlin-Neukölln

IWZ FH Köln

Orschel-Hagen-Süd, Reutlingen

Güterbahnhof Tübingen

Kreativquartier, München

Meckmannweg / Schwarzer Kamp, Münster

Stadteingang Parksiedlung, Ostfildern

Olga-Areal, Stuttgart

Nordweststadt, Frankfurt am Main

Ortserweiterung Kirchheim b. München

Mercatorquartier, Duisburg

Traun Mitte, Österreich

Stadtoval, Aalen