Kulturforum Westfalen, Münster

Neubau einer Musikhalle und eines Museums für Gegenwartskunst auf dem Hindenburgplatz in Münster

Ein Projekt in Arbeitsgemeinschaft mit Christian Heuchel und Ortner&Ortner

Wettbewerb 2003/04
Preisgruppe

Musikhalle für 2160 Zuhörer
Ausstellungsfläche Museum: 47.500 m2

Die Musikhalle prägt als großer Baukörper nachhaltig die räumliche Qualität des neuen Hindenburgplatzes. Es entstehen spannungsreiche Raumbeziehungen zur umliegenden Bebauung, zur Hindenburgstraße und zur Promenade. Die Musikhalle besteht im Innern aus unterschiedlichsten Raumvolumen: der große und der kleine Saal als akustisch entwickelte Räume sowie der Backstagebereich als „Hotel der Künstler“. Über diesen unterschiedlich hohen Räumen ist eine festliche Robe aus perlmuttfarbenen Metallgewebe gelegt, die vor allem das zum Platz und zum Schloss geöffnete Foyer atmosphärisch überspannt. Nachts strahlt die Hülle im matten Schein - ein magischer schillernder Baukörper in betörendem Glanz entsteht.

Das Museum für Gegenwartskunst ist ein Museum das wächst, sich verändert und sich mit der Zeit verdichtet. Das Museum wird durch eine einfache lineare Baustruktur gegliedert, die dem Mauerwerksprinzip entlehnt ist. Die Ausstellungssäle reihen sich entlang der Hindenburgstraße auf und werden durch eine großzügig verglaste Promenade mit Blick auf Schloss und Grünraum erschlossen. Im Ausstellungsbetrieb ermöglicht die Promenade die freie Gestaltung von Flächen mit Rundgängen, aber auch die getrennte Bespielbarkeit von Einzelbereichen.

Der Hindenburgplatz soll als lang gestreckte stadträumliche Zäsur von historischer Relevanz spürbar bleiben. Es wird eine homogene und artifizielle Platzgestaltung vorgeschlagen. Ein System aus befahrbaren Platzoberflächen mit ähnlicher Farbigkeit: Betonplatten im Bereich der wichtigen Zugänge, Asphalt bei den Anlieferungszonen und Schotter auf den freien Flächen.

Architektur


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